Archive for February 12th, 2008

Die Zukunft des Internets

Verschiedene Forscher aus Japan haben sich zum Ziel gesetzt, eine neue Netzwerktechnologie zu entwickelt, die auf lange Sicht das Internet ersetzen soll. Der Grund sind die wachsenden Risiken im Bereich der Sicherheit und Qualität von Daten. Yoshihiro Onishi arbeitet in Japan für das Kommunikationsministerium. Er ist der Ansicht, dass das Internet langsam, aber sicher an seine Grenzen stößt. So soll in Japan damit begonnen werden an einer neuen Nachfolgetechnologie zu arbeiten. Bereits in Arbeit ist eine Post-Internet-Netzwerktechnologie, die schon 2020 erforderlich sein wird.Allerdings gehen Experten nicht davon aus, dass es in naher Zukunft zu Problemen kommen wird. Veränderungen sind, wenn dann nur notwenig, weil sich das Surf-Verhalten der User ändert. Die zunehmende Mobilität des Internets und der stetige Datenzuwachs fordern vermehrt intelligente Verwaltungsstrukturen.

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Allerdings bietet die aktuelle Technologie hierfür keine hinreichende Lösung. Angedacht ist die (Weiter-)Entwicklung neuer Router-Technologien mitsamt des Internetprotokolls (IP) in der Version 6.

Auch die Wirtschaft fordert zum Umdenken auf: Theoretisch gibt es ausreichend Content, der das Internet bereichern könnte. Die Herausforderung besteht darin, diesen entsprechend aufbereitet und kosteneffizient bereit zu stellen. Auch das Fernsehen über IP wird nur dann ein Erfolg werden, wenn der User die Filme auch schnell und in guter Qualität abrufen kann. Lag es bisher ausschließlich in der Hand von Telekommunikations-Anbieter eine TV-Infrastruktur ausbauen, bietet die IP-Technologie ungeahntes Marktpotential für jeden. Erwartet werden jedoch noch eine gute Lösung und ein intelligentes Finanzierungskonzept für dessen Ausbau.

Europäische Wissenschaftler und Forschern aus den USA haben zu dieser Thematik ähnliche Initiativen ins Leben gerufen. Sie plädieren für einen Umgestaltung der Basis, auf der das Internet wurzelt. Allerdings fordern die meisten Ideen einen komplexen Umbau der Netzwerktechnologie mitsamt der Computersoftware.

In Israel möchten Forscher mit dem so genannte „Dimes Projekt“ das Internet besser verstehen und somit auch verbessern. Sie setzten auf vermehrte Peer-to-Peer-Kommunikation, um das Web effektiver zu nutzen.

Was allerdings in Japan erforscht wird, könnte das Internet noch einmal komplett neu erfinden. Es gibt Planungen, wonach es ein Netzwerk geben soll, das parallel zum heute bekannten Internet laufen soll. Dieses soll das alte System nach und nach ersetzten und dann schließlich komplett ablösen.

Eine weitere Herausforderung ist ein Netzwerk der Zukunft zu schaffen, das äußerst umweltschonend arbeitet und somit auch einen Beitrag zum Klimaschutz leistet.


Social Networking wird immer beliebter

Kann die Online-Werbewirtschaft davon profitieren?


Facebook, Xing, MySpace und Co.: Freunde treffen sich heutzutage nicht mehr nur im Café, sondern auch im Internet. Die Beliebtheit solcher Plattformen nimmt rapide zu. Laut einem Bericht der britischen Regulierungsbehörde Ofcom gibt es einen neuen Trend: Es ist nicht mehr alleine die junge Generation, die Social Networking im Internet betreibt, sondern auch etwas ältere Internetuser hat diese Form der Kontaktpflege für sich entdeckt. Eine Profilseite anlegen, Nachrichten schicken und Gästebucheinträge schreiben – das machen nun immer öfter User, die dem Studentenalter schon lang entwachsen sind. Ihr Beweggrund ist vor allem der: Sie suchen nach alten Bekannten, Schulkameraden oder Studienkollegen.

Was das Social Networking betrifft, haben in Europa die Briten einen großen Vorsprung: Jeder vierte erwachsene Brite nutzt im Durchschnitt 23 Mal pro Monat ein Social Network im Internet. Damit sind sie die aktivsten im europäischen Vergleich und belegen weltweit Platz zwei. Nur die Kanadier nutzen solche Plattformen noch häufiger.

Warum netzwerken gerade die Briten so häufig online? Ausschlaggebende Gründe seien die verbesserte Geschwindigkeit von Breitbandinternet sowie ein kultureller Zugang der Menschen zur Aufrechterhaltung von Kontakten. Auch was die Online-Werbung betrifft, stehen die Briten an der Spitze. Auf der Insel werden doppelt so hohe Investitionen in Internetwerbung verzeichnet wie Frankreich, Deutschland und Italien zusammen.

Aber in allen europäischen Ländern birgt Online-Werbung derzeit im Vergleich zu anderen Werbeformen das größte Wachstumspotenzial. Social Networks spielen hier eine immer größere Rolle. Mit wachsender Beliebtheit der Netzwerke bei immer breiteren Bevölkerungsschichten steigt die Nachfrage nach Werbeplatz auf den Plattformen. Immer mehr Unternehmen möchten ihre Anzeigen dort platzieren.

Dennoch bleibt ungewiss, ob sich Anzeigen auf den Networking-Plattformen durchsetzen werden. Einzelne Studien prognostizieren sogar, dass die Beliebtheit des Networkings den Boom der Online-Werbung bremsen könnte. Denn die Nutzer zeigen sich von derartiger Werbung meist nicht angetan. Die Betreiber stehen nun vor der Entscheidung: Auf die Wünsche der User Rücksicht nehmen oder die Portale für Werbung öffnen? Der Trend zeigt: Schon einige der Portale, die noch bis vor kurzem werbefrei waren, haben sich mittlerweile der Schaltung von Anzeigen geöffnet.