Archive for February, 2008

Einheitliches Werbesystem im Mobilfunk

Fünf der größten britischen Mobilfunkanbieter haben sich in London für eine gemeinsame Regelung ausgesprochen, die ein einheitliches System für die Werbung am Handy vorgeben soll. Mit diesem Zusammenschluss wollen die Anbieter Werbefirmen die Möglichkeit geben, Werbekampagnen auch im Bereich Handy so einfach wie möglich umsetzen zu können, wie es in anderen Bereichen der Fall ist. Die Vertreter von O2, T-Mobile, Orange, Vodafone und Hutchison 3G haben sich nun zusammengetan um ein einheitliches Messsystem für die mobilen Werbeinteressenten zu kreieren, berichtete der britische Guardian. Bislang war eine Einigung bei den Mobilfunkanbietern für eine gemeinsame Werbekampagne jedoch noch nicht möglich. Doch die Nachfrage der Werbefirmen wird immer größer, deshalb bemühen sich viele Unternehmen nun einen direkten Weg zum Kunden zu schaffen.

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Auf Anfrage von pressetext erklärte der Sprecher des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) Volker Nickel, dass der kommerzielle Handel im Bereich Mobiltelefon am Anfang stehe und technische und rechtliche Vorkehrungen noch geklärt werden müssten. Seiner Meinung nach wird die mobile Bildschirmnutzung für die Werbung in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, auch wenn in diesem Bereich noch viele Dinge zu klären seien. Zwar seien bereits Lizenzen vergeben worden, allerdings fehlten hierzu noch die entsprechenden Erfahrungswerte. Klar sei auf jeden Fall die Zukunft des Handys als Multifunktionsgerät. Des Weiteren prognostizierte er den Weg der Werbung im Kommunikationsbereich, die dann nicht mehr durch die Art des Gerätes unterschieden wird, sondern ganz klar zwischen mobiler und stationärer Bildschirmbenutzung unterteilt würde.

Maßgebend sei hierbei auf jeden Fall die Frage der Gestaltung der Werbekampagne, um den Kunden direkt anzusprechen. Daher wäre es wichtig, dass Werbefirmen neue kreative Ideen entwickelten. Altbewährte Konzepte müssten überdacht und neue kreiert werden um erfolgreiches Marketing am Mobiltelefon zu betreiben. Letztendlich wäre es jedoch fraglich wie der Kunde diese Aktion aufnehme. Nickel sieht in der Akzeptanz von Handykampagnen beim Nutzer Schwierigkeiten. So habe das Handy zwar die Mobilität der Kommunikation ermöglicht, allerdings entscheidet der Nutzer, ob es auch für Zwecke der Werbung geeignet sei.

Viele Mobilfunkanbieter versuchen schon seit Jahren einen Weg zu finden um Marketing aufs Mobiltelefon zu bringen. Dies wird durch die gewaltige Entwicklung im Mobilfunkmarkt vorangetrieben und Nutzer werden immer interessanter für Werbefirmen. Bislang scheiterte eine Durchführung jedoch am Widerstand der Netzbetreiber, die Zugriffe an ihren Sendenetzen nicht zulassen wollten. Inwieweit die aktuelle getroffene Regelung diese Lage verändern könnte, sei noch fraglich.

Social Networks von Urinstinkten geformt

Wissenschaftler vertreten die Meinung, dass die traditionellen Stammeskulturen eine Vorbildfunktion für moderne Social Networks im Internet darstellen. Bestandteil der Netzwerk-Kommunikation ist beispielsweise das Ansehen von Profilen sowie das Schreiben und Empfangen von Nachrichten. Dieses Muster gleiche dem alten Muster oraler Kommunikation; der Wurzel von Erfahrungen jedes Menschen. Dieser Meinung ist Professor Lance Strate an der Fordham University. Die New York Times schrieb, das die Beliebtheit der Online-Netzwerke auf tief in uns verwurzelte Kommunikationsmuster gründet.

Social Networks

Die Ausdrucksweise in sozialen Netzwerken unterscheidet sich mehr und mehr von der schriftlichen Sprache und nähert sich um so mehr der mündlichen Kommunikation an. Das stellte Irwin Chen fest, der am Parsons College arbeitet. Diese mündliche Kommunikation ist allgegenwärtig in unserer Gesellschaft und sie vereint die Menschen. Im World Wide Web wird all das auf einen gemeinsamen Nenner gebracht. Walter J. Ong hatte derartige Vermutungen zum Internet bereits 1982 geäußert. Diese beeinflussen heute eine weitere Erforschung von Social Networks. Mr. Ong stellt auch fest, dass Menschen durch orale Kommunikation zu Gruppen geeint werden.

Es gibt auch ähnliche Entwicklungen bei Stammeskulturen. Eine Identität entsteht aufgrund von Gemeinschaften und wie sich Menschen darin präsentieren. In sozialen Netzwerken sind diese Muster auch deutlich wieder zu erkennen. Der Ethnologe Michael Wesch meint, dass dies dort durch das projizieren von Identitäten geschieht. Eine Eigendefinition ergibt sich daraus, mit wem jemand befreundet ist. In einer Stammesgesellschaft kommt es auch zum Tausch von Geschenken, wodurch Menschen auf sich aufmerksam machen können.

Es gibt jedoch zwischen der traditionellen Gesellschaft und einem Social Network auch gewaltige Unterschiede festzustellen. Der Umgang im Internet erfolgt eher zwanglos. Innerhalb einer Gesellschaft, die Wert auf Tradition legt, ist der Umgang oft gehemmt aufgrund von Kultur und/oder Ritualen. Und: Im Internet haben Kontakte keinen so hohen Stellenwert wie im realen Leben.

Voice over IP bleibt stärkstes Wachstumssegment im Telekommunikationsmarkt

Die internetbasierte Technologie Voice over IP, kurz VoIP, revolutioniert mehr und mehr die klassische Telekommunikation. Eine aktuelle Studie zum Thema befragte hierzu renommierte Fach- und Führungskräfte aus dem Bereich Telekommunikation. Rund zwei Drittel von ihnen gaben an der VoIP-Technologie bereits jetzt einen höheren Stellenwert einzuräumen als der herkömmliche Telefonie. Fast 70 Prozent der befragten Unternehmen setzen auf VoIP auch im Bereich der Festnetz-Telefonie. Die vom Aussterben bedrohten analogen- und ISDN Anschlüsse gehören allerdings noch fast überall zu den angebotenen Produkten auf dem Markt. Diese belegen mit 41 Prozent den zweiten Platz. Die Studie wurde durchgeführt von Steria Mummert Consulting unterstützt von TeleTalk. Der Studie trägt den Namen TELCO Trend.Phone Cell England

Darin ist auch die Rede davon, dass die höchsten Gewinne im Segment der DSL-Anschlüsse erzielt werden. Über 70 Prozent der Befragten gaben an, dass das Breitbandinternet für sie an erster Stelle steht. Wenn VoIP in Konkurrenz zu anderen Übertragungsstandards gestellt wird, so wird sich die VoIP-Technologie auch hier großflächig durchsetzten. VoIP ist in diesem Bereich ähnlich beliebt wie etwa UMTS. Von den Befragten gab jeder Dritte an, dass VoIP für ihn zu den drei wichtigsten Technologien zählt, wenn es um die Übertragung von Sprache und Daten geht. Bei einer Befragung im Jahr zuvor gaben dies lediglich 20 Prozent an.

Nach VoIP und der Festnetz-Telefonie kann auch das Fernsehen über IP, kurz IPTV, immer mehr aufholen. 20 Prozent der Befragten befanden das Fernsehen über das Internet Protokoll als enorm wichtig und zukunftsträchtig. Durch den stetigen Ausbau der Breitbandzugänge ist das Online-TV auch weiterhin auf dem Vormarsch.

Forciert durch steigende Investitionen und dem großen Werbepotential wird davon ausgegangen, dass IP Fernsehen zukünftig weiter an Wachstum und Beliebtheit gewinnt. Weiterhin gearbeitet wird an der Geschwindigkeit und der Qualität bei der Übertragung, um auch weiterhin für die Zielgruppe interessant zu bleiben.

Weitsichtige Kommunikationsanbieter setzten auf die Kombination verschiedener Leistungen. Das Stichwort lautet Triple Play und Quadrupel Play. Fernsehen, Internet, Mobilfunk und Telefon werden von einem Anbieter angeboten und bezogen. Durch solche Angebote können Kunden noch stärker gebunden werden und die Unternehmen können ihre Ausgaben im Bereich Backoffice drastisch senken. 42,3 Prozent der Befragten vermuten, dass Triple Play entscheidend dazu beiträgt, dass die Branche wachsen kann.

Die Zukunft des Internets

Verschiedene Forscher aus Japan haben sich zum Ziel gesetzt, eine neue Netzwerktechnologie zu entwickelt, die auf lange Sicht das Internet ersetzen soll. Der Grund sind die wachsenden Risiken im Bereich der Sicherheit und Qualität von Daten. Yoshihiro Onishi arbeitet in Japan für das Kommunikationsministerium. Er ist der Ansicht, dass das Internet langsam, aber sicher an seine Grenzen stößt. So soll in Japan damit begonnen werden an einer neuen Nachfolgetechnologie zu arbeiten. Bereits in Arbeit ist eine Post-Internet-Netzwerktechnologie, die schon 2020 erforderlich sein wird.Allerdings gehen Experten nicht davon aus, dass es in naher Zukunft zu Problemen kommen wird. Veränderungen sind, wenn dann nur notwenig, weil sich das Surf-Verhalten der User ändert. Die zunehmende Mobilität des Internets und der stetige Datenzuwachs fordern vermehrt intelligente Verwaltungsstrukturen.

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Allerdings bietet die aktuelle Technologie hierfür keine hinreichende Lösung. Angedacht ist die (Weiter-)Entwicklung neuer Router-Technologien mitsamt des Internetprotokolls (IP) in der Version 6.

Auch die Wirtschaft fordert zum Umdenken auf: Theoretisch gibt es ausreichend Content, der das Internet bereichern könnte. Die Herausforderung besteht darin, diesen entsprechend aufbereitet und kosteneffizient bereit zu stellen. Auch das Fernsehen über IP wird nur dann ein Erfolg werden, wenn der User die Filme auch schnell und in guter Qualität abrufen kann. Lag es bisher ausschließlich in der Hand von Telekommunikations-Anbieter eine TV-Infrastruktur ausbauen, bietet die IP-Technologie ungeahntes Marktpotential für jeden. Erwartet werden jedoch noch eine gute Lösung und ein intelligentes Finanzierungskonzept für dessen Ausbau.

Europäische Wissenschaftler und Forschern aus den USA haben zu dieser Thematik ähnliche Initiativen ins Leben gerufen. Sie plädieren für einen Umgestaltung der Basis, auf der das Internet wurzelt. Allerdings fordern die meisten Ideen einen komplexen Umbau der Netzwerktechnologie mitsamt der Computersoftware.

In Israel möchten Forscher mit dem so genannte „Dimes Projekt“ das Internet besser verstehen und somit auch verbessern. Sie setzten auf vermehrte Peer-to-Peer-Kommunikation, um das Web effektiver zu nutzen.

Was allerdings in Japan erforscht wird, könnte das Internet noch einmal komplett neu erfinden. Es gibt Planungen, wonach es ein Netzwerk geben soll, das parallel zum heute bekannten Internet laufen soll. Dieses soll das alte System nach und nach ersetzten und dann schließlich komplett ablösen.

Eine weitere Herausforderung ist ein Netzwerk der Zukunft zu schaffen, das äußerst umweltschonend arbeitet und somit auch einen Beitrag zum Klimaschutz leistet.


Social Networking wird immer beliebter

Kann die Online-Werbewirtschaft davon profitieren?


Facebook, Xing, MySpace und Co.: Freunde treffen sich heutzutage nicht mehr nur im Café, sondern auch im Internet. Die Beliebtheit solcher Plattformen nimmt rapide zu. Laut einem Bericht der britischen Regulierungsbehörde Ofcom gibt es einen neuen Trend: Es ist nicht mehr alleine die junge Generation, die Social Networking im Internet betreibt, sondern auch etwas ältere Internetuser hat diese Form der Kontaktpflege für sich entdeckt. Eine Profilseite anlegen, Nachrichten schicken und Gästebucheinträge schreiben – das machen nun immer öfter User, die dem Studentenalter schon lang entwachsen sind. Ihr Beweggrund ist vor allem der: Sie suchen nach alten Bekannten, Schulkameraden oder Studienkollegen.

Was das Social Networking betrifft, haben in Europa die Briten einen großen Vorsprung: Jeder vierte erwachsene Brite nutzt im Durchschnitt 23 Mal pro Monat ein Social Network im Internet. Damit sind sie die aktivsten im europäischen Vergleich und belegen weltweit Platz zwei. Nur die Kanadier nutzen solche Plattformen noch häufiger.

Warum netzwerken gerade die Briten so häufig online? Ausschlaggebende Gründe seien die verbesserte Geschwindigkeit von Breitbandinternet sowie ein kultureller Zugang der Menschen zur Aufrechterhaltung von Kontakten. Auch was die Online-Werbung betrifft, stehen die Briten an der Spitze. Auf der Insel werden doppelt so hohe Investitionen in Internetwerbung verzeichnet wie Frankreich, Deutschland und Italien zusammen.

Aber in allen europäischen Ländern birgt Online-Werbung derzeit im Vergleich zu anderen Werbeformen das größte Wachstumspotenzial. Social Networks spielen hier eine immer größere Rolle. Mit wachsender Beliebtheit der Netzwerke bei immer breiteren Bevölkerungsschichten steigt die Nachfrage nach Werbeplatz auf den Plattformen. Immer mehr Unternehmen möchten ihre Anzeigen dort platzieren.

Dennoch bleibt ungewiss, ob sich Anzeigen auf den Networking-Plattformen durchsetzen werden. Einzelne Studien prognostizieren sogar, dass die Beliebtheit des Networkings den Boom der Online-Werbung bremsen könnte. Denn die Nutzer zeigen sich von derartiger Werbung meist nicht angetan. Die Betreiber stehen nun vor der Entscheidung: Auf die Wünsche der User Rücksicht nehmen oder die Portale für Werbung öffnen? Der Trend zeigt: Schon einige der Portale, die noch bis vor kurzem werbefrei waren, haben sich mittlerweile der Schaltung von Anzeigen geöffnet.

Instant Messaging überflügelt E-Mail bei Jugendlichen

Laut einer Bekanntgabe des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekomunikation und neue Medien (BITKOM) erfreut sich das Internet bei Jugendlichen großer Beliebtheit. 5 von 6 der Jugendlichen nutzen das Internet mehrmals pro Woche. Bevorzugt wird hierbei das Instant Messaging (IM), wie aus einer Studie des Medienpädagogischen Forschungverbands Südwest (MPFS) hervorgeht.Befragt wurden Jugendliche von zwölf bis 19 Jahren. 83% der Jugendlichen gab an täglich oder mehrmals in der Woche auf das Internet zurückzugreifen. Besonderer Beliebtheit erfreut sich das Instant-Messaging. Vor allem die steigende Breitband-Penetration, zunehmende Flatrate-Angebote und weiterführende Services begünstigen den Aufschwung des Internets bei den jungen Internetnutzern.

Beinahe drei Viertel der jugendlichen Nutzer machen regelmäßig Gebrauch von IM-Anwendungen. Damit haben Onine-Sofortnachrichten den E-Mails (60 Prozent) in diesem Internet-Aktiven Nutzer-Segment den Rang abgelaufen. Die Möglichkeit sich jederzeit und unmittelbar auszutauschen, auch zusätzlich durch Sprachkommunikation sei ein weiterer Grund für den Erfolg. Zunehmende mobile Verfügbarkeit und Angebote wie Video-Funktion werden den Siegeszug unter Jugendlichen wohl weiter fortsetzen.

Auf dem dritten Platz der häufigsten Aktivitäten im Internet, ist das Musikhören, gefolgt von der Recherche von Informationen auf Platz 4. Jungen und Mädchen nutzen das Internet, laut Daten des MPFS, ähnlich hoch. Auffällig ist jedoch eine höhere Internetnutzung bei Jugendlichen mit höherer Bildung.

BITKOM rät den jugendlichen Usern den vorsichtigen und verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten.